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Pulverlacke

LIGHTNING-FREE

LIGHTNING-FREE

Elektrisch ableitfähiger Pulverlack – ESD – aus der LIGHTNING-FREE Serie

Eine elektrostatische Entladung (ESD-Phänomen; englisch: electrostatic discharge) ist ein plötzlicher und kurzzeitiger Stromimpuls, der zwischen zwei Objekten mit unterschiedlichen elektrischen Potenzialen fließt. Der Begriff wird üblicherweise in der Elektronik und in anderen Branchen verwendet, um kurzzeitige unerwünschte Stromimpulse zu beschreiben, die elektronische Geräte beschädigen können.

Häufige Ursache hierfür ist die statische Aufladung / Entladung, welche durch die sogenannte Reibungsaufladung (Triboladung) erzeugt wird. Typische Beispiele für eine durch Reibungsaufladung entstandene elektrische Aufladung sind zum Beispiel: das Laufen über einen Teppich, das Aussteigen aus dem Auto oder das Entfernen einer Plastikfolie. Hier werden durch die Reibungsaufladung unterschiedliche Spannungen aufgebaut, die dann zu einer elektrostatischen Entladung (ESD) führen können.

Solche elektrostatischen Entladungen können bei elektronischen Bauteilen - durch ihre empfindlichen Mikroschaltungen und Halbleitermaterialien wie z. B. Siliziumdioxid – dauerhafte Schäden verursachen.

Bedingt durch die nichtleitenden Eigenschaften von elektronischen Bauteilen und Baugruppen, können mit deren Umgang elektrostatische Reibungsaufladungen nicht ganz verhindert werden.

Die meisten ESD-empfindlichen Bauteile sind sehr klein und werden maschinell verarbeitet. Nach der reibungsbedingten Aufladung finden beim Menschen regelmäßig elektrostatische Entladungen statt. Um diese wahrzunehmen, muss jedoch eine Spannung von ca. 3000 Volt entstanden sein. Um ein elektronisches Bauteil zu beschädigen, reichen dagegen schon 100 Volt aus.

(From)

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass in Prozessen in denen empfindliche elektronische Bauteile in Verbindung mit Oberflächen kommen, die evtl. elektrostatische Aufladungen aufweisen, entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet bzw. Präventionsmaßnahmen vorab zum Einsatz gebracht werden, um das ESD-Phänomen verhindern zu können. Elektrostatische Entladungen zu verhindern bedeutet, Schäden zu minimieren und somit mehr Prozesssicherheit aufzubauen.

Durch die Verwendung von ständing ableitenden Materialien kann das ESD-Phänomen effizient vermieden werden. Diese Materialien werden als stark dissipativ bezeichnet und weisen einen Oberflächenwiderstand im Bereich von 105 – 1012 Ohm auf.
(„Ein System im physikalischen oder systemtheoretischen Sinne heißt dissipativ, wenn ihm kontinuierlich Energie entzogen wird.“)

Materialien in automatischen Anlagen, die mit den hochempfindlichen Elektronikbauteilen in Berührung kommen, sollten deshalb aus (dissipativem) ableitendem Material bestehen bzw. beschichtet werden und geerdet sein.
Elektrisch ableitende Pulverlacke von ST Powder Coatings können dazu beitragen, dem sowohl störenden als auch gefährlichen ESD-Phänomen vorzubeugen.

Durch die entsprechenden Eigenschaften einer mit (dissipativem) ableitendem, ableitfähigem Pulverlack beschichteten Oberfläche können elektrostatische Aufladungen verhindert und die sich dort befindlichen elektronischen Geräte damit geschützt werden.

Achtung: Eine Überbeschichtung von ableitfähigen Oberflächen wirkt sich nachteilig auf die dissipativen (ableitfähigen) Eigenschaften aus. Beachten Sie daher die Vorgaben hinsichtlich der einzuhaltenden Schichtdicke (in μm) im technischen Datenblatt!

Produkte aus der ST Lightning-free Serie sind in folgenden Versionen erhältlich:

Harzbasis Oberfläche Glanz Farbton
Epoxid glatt matt schwarz und grau
Epoxid-Polyester glatt, Feinstruktur, Struktur matt, halbmatt (seidenmatt), halbglänzend (seidenglänzend), glänzend schwarz, grau, grün, weiß, rot Auch in Metallic
Polyester glatt halbglänzend (seidenglänzend), glänzend grau, weiß, schwarz

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